Predni H Tablinen 50 mg sind ein Glucocorticoid (Nebennierenrindenhormon) mit Wirkung auf den
Stoffwechsel, den Salz-(Elektrolyt-)Haushalt und auf Gewebefunktionen.
Predni H Tablinen 50 mg werden angewendet bei
Erkrankungen, die eine systemische Behandlung mit Glucocorticoiden notwendig machen. Hierzu
gehören je nach Erscheinungsform und Schweregrad (Dosierungsschema mit den Dosierungen DS:
a bis d und Dosierung e, siehe im Abschnitt 3. unter Dosierung):
Hormonersatzbehandlung bei
–
verminderter oder fehlender Nebennierenrinden-Funktion (Nebennierenrinden-Insuffizienz)
jeglicher Ursache (z. B. Addison-Krankheit, adrenogenitales Syndrom, operative Entfernung
der Nebennieren, Unterfunktion der Hirnanhangsdrüse) jenseits des Wachstumsalters (Mittel
der ersten Wahl sind Hydrocortison und Cortison),
–
Stresszuständen nach langfristiger Corticoidbehandlung.
Rheumatische Erkrankungen
–
Aktive Phasen von Gefäßentzündungen:
– knotige Entzündung der Gefäßwände (Panarteriitis nodosa) (DS: a, b; bei bestehender
Hepatitis-B-Infektion Behandlungsdauer auf zwei Wochen begrenzt),
– Riesenzellarteriitis, Muskelschmerzen und -steifheit (Polymyalgia rheumatica)
(DS: c),
– Entzündung v. a. der Schläfenschlagader (Arteriitis temporalis) (DS: a), bei akutem
Verlust des Sehvermögens anfänglich hoch dosierte Stoßbehandlung mit
Glucocorticoiden über die Vene und Dauerbehandlung unter Kontrolle der
Blutsenkung,
– Wegener-Granulomatose: Induktionstherapie (DS: a, b) in Kombination mit
Methotrexat (leichtere Verlaufsformen ohne Nierenbeteiligung) oder nach dem Fauci1
–
Schema (schwere Verlaufsformen mit Nieren- und/oder Lungenbeteiligung),
Remissionserhaltung: (DS: d, ausschleichend) in Kombination mit Immunsuppressiva,
Churg-Strauss-Syndrom: Initialtherapie (DS: a, b), bei Organmanifestationen und
schweren Verläufen in Kombination mit Immunsuppressiva, Remissionserhaltung
(DS: d).
–
Aktive Phasen von rheumatischen Erkrankungen, die innere Organe betreffen können
(DS: a, b): innere Organe betreffender Lupus erythematodes, Muskelschwäche und schmerzen (Polymyositis), Entzündungen des Knorpels (Polychondritis chronica
atrophicans), Bindegewebserkrankungen (Mischkollagenosen).